Berlin Südkreuz–Blankenfelde (Dresdner Bahn)


Bautagebuch

17.06.2022
Baufortschritte in allen Abschnitten

Eisenbahnüberführung Teltowkanal (Foto: Jonathan Wachler / DB Netz AG)
Eisenbahnüberführung Teltowkanal (Foto: Jonathan Wachler / DB Netz AG)

Eisenbahnüberführung Teltowkanal

Für die Fernbahn wird eine neue Brücke über den Teltowkanal errichtet. Diese wird als Stabbogenbrücke ausgeführt und führt parallel zur S-Bahn-Brücke. In den letzten Monaten wurden die Bohrpfahlgründungen durchgeführt. Mit ihnen können die Lasten der späteren Brücke in die tieferen Bodenschichten überführt werden. Derzeit werden die Vorlandbrücken errichtet. Das ist der Teil der Brücke, die noch an Land steht.

Kreuzungsbauwerk Nord-Ost-Kurve (Mahlower Kurve) (Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)
Kreuzungsbauwerk Nord-Ost-Kurve (Mahlower Kurve) (Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)

Kreuzungsbauwerk Nord-Ost-Kurve (Mahlower Kurve)

Das Kreuzungsbauwerk dient der Anbindung des Berliner Außenrings an die neue Fernbahnstrecke von Berlin nach Dresden. Die Baugrube für den südlichen Trog ist bereits vollständig ausgehoben und für die weiteren Schritte vorbereitet (siehe Foto). In den nächsten Schritten werden die Sohlen und Wände im Pilgerschrittverfahren geschalt, bewehrt und schließlich betoniert.

Eisenbahnüberführung Tunnelweg (Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)
Eisenbahnüberführung Tunnelweg (Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)

Eisenbahnüberführung Tunnelweg

Im Ursprungszustand verlief der Tunnelweg geländegleich. Fußgänger und Radfahrer überquerten die Gleise mit Hilfe von Bahnübergängen. Im Zuge der Realisierung der Eisenbahnüberführungen wird der Fuß- und Radweg auf einer Länge von ca. 150m in ein Trogbauwerk abgesenkt, während gleichzeitig der Zugverkehr durch Hilfsbrücken aufrecht erhalten werden kann. Derzeit finden kontinuierlich Schal-, Bewehrungs- und Betonierarbeiten statt. Im nächsten Schritt wird die Baugrube West ausgehoben und das Überführungsbauwerk für die S-Bahn hergestellt.

Eisenbahnüberführung Trebbiner Straße (Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)
Eisenbahnüberführung Trebbiner Straße(Foto: Bauüberwachung / DB Netz AG)

Eisenbahnüberführung Trebbiner Straße

Mit dem Wegfall des Bahnüberganges an der Trebbiner Straße werden zwei Eisenbahnüberführungen errichtet. Eine für die Straße (oben im Bild) und eine für Fußgänger und Radfahrer (unten im Bild). Die Fernbahnseite ist bereits betoniert. In den nächsten Schritten werden die Baugruben auf der S-Bahnseite ausgehoben. Anschließend kann der Ingenieurbau mit den Schalungs- & Bewehrungsarbeiten beginnen.

09.05.2022
Die S-Bahn fährt wieder bis Lichtenrade

Eine S-Bahn fährt auf den neuen Gleisen in Richtung Lichtenrade (Foto: DB AG/Jonathan Wachler)
Eine S-Bahn fährt auf den neuen Gleisen in Richtung Lichtenrade (Foto: DB AG/Jonathan Wachler)

Am 9. Mai 2022 um 4:09 Uhr startete die erste S-Bahn nach dem Ende Sperrung der Eisenbahnstrecke vom Behelfsbahnsteig in Lichtenrade auf ihrem Weg nach Bernau. Das Besondere daran: Es war der erste Zug auf den neuen S-Bahngleisen zwischen Lichtenrade und Priesterweg. Während der fünfwöchigen Sperrung der S-Bahnstrecke waren unter anderem die beiden S-Bahngleise bis Lichtenrade nach Westen geschoben worden, um damit Platz zu gewinnen für den Bau der zweigleisigen Fernbahnstrecke nach Dresden. In den letzten Tagen wurden noch umfangreiche Test- und Abnahmefahrten durchgeführt, um die Sicherheit auch auf den neuen Gleisen zu gewährleisten. Damit nahm das Projekt Dresdner Bahn einen wichtigen Meilenstein fristgerecht in Betrieb. In großen Schritten geht zudem der Bau der Verkehrsstation in Lichtenrade voran. Bis zur Fertigstellung des neuen S-Bahnhofs Lichtenrade verkehren die S-Bahnen daher noch vom Behelfsbahnsteig auf Höhe der alten Mälzerei.

Dies ist aber nicht das einzige Ergebnis der Sperrzeit. Weitere Fortschritte hat das Projekt Dresdner Bahn ebenfalls erreicht. So ist die Eisenbahnüberführung der S-Bahn über die Großbeerenstraße fertig gestellt. Auch arbeiteten wir an nahezu allen Eisenbahnüberführungen entlang der Strecke, wie beispielsweise in Mahlow an der Trebbiner Straße sowie an der Berliner Straße.

29.04.2022
Was ist denn auf dem Pfarrer-Lütkehausplatz in Lichtenrade los?

Einige haben es sicherlich schon festgestellt – hinter den Bauzäunen auf dem Pfarrer-Lütkehaus-Platz am S-Bahnhof Lichtenrade ist mehr Betrieb als sonst. In den vergangenen Wochen wurden einzelne große Stahlteile angeliefert. Auf dem Platz werden diese nun vormontiert, das heißt die Einzelteile werden zusammengesetzt, verschweißt und so entstehen am Ende drei Brücken für den neuen Bahnhof Lichtenrade. Warum drei? Jeweils eine für die S-Bahn, Fernbahn und eine für den neuen Bahnhof. Anstelle des alten Bahnübergangs befindet sich zukünftig eine Eisenbahnüberführung. Sobald die Teile ordnungsgemäß verschweißt sind, hebt die Baufirma die Teile ein. Die nötigen Vorarbeiten dafür, zum Beispiel die Herstellung der Widerlager, wurden in den vergangenen Monaten an der Bahnhofstraße in Lichtenrade bereits durchgeführt.

Pfarrer-Lütkehaus-Platz (Foto: DB AG)
Brückenbau Pfarrer-Lütkehaus-Platz (Fotos: DB AG/Marcus Reuner)
Pfarrer-Lütkehaus-Platz (Foto: DB AG)
Brückenbau Pfarrer-Lütkehaus-Platz (Foto: DB AG/Marcus Reuner)

30.03.2022
Aufbau der Lärmschutzwände entlang der Dresdner Bahn

Um Anwohner und Anwohnerinnen vor Zuglärm zu schützen, sind Schallschutzmaßnahmen notwendig. So erreicht uns auch im Projekt der Dresdner Bahn häufig die Frage, wann die fehlenden Schallschutzwände errichtet werden, denn schließlich führt die Strecke durch innerstädtisches Gebiet. Während an einigen Stellen die Schallschutzwände bereits stehen, sind an anderen Stellen noch viele Lücken zu schließen.

Grob lässt sich für die Dresdner Bahn sagen, dass zunächst die Schallschutzwände westlich der in Teilen verschobenen S-Bahngleise aufgestellt werden und die S-Bahn dann daneben gesetzt wird. So wird Platz für den Wiederaufbau der zweigleisigen Fernbahnstrecke geschaffen, die östlich der S-Bahn verlaufen wird. Und erst mit dem Bau der Fernbahn folgen auch die mittleren Schallschutzwände und die auf der östlichen Seite. Der genaue Bauablauf ist allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig, beispielsweise auch vom Platzbedarf der Bautätigkeiten, und er muss daher eng mit der gesamten Baustellenlogistik abgestimmt werden. Die Schallschutzwände haben etwa eine Höhe von 3 – 5 Metern ab Schienenoberkante und in einzelnen Bereichen bis zu 6 m.

Im Folgenden geben wir einen Überblick über den Baufortschritt ab Frühjahr 2022:

Im Abschnitt Marienfelde sind bereits die ersten Schallschutzwände westlich der S-Bahngleise umgesetzt worden. Auf der Höhe des Bahnhofs Marienfelde werden sie bis Mitte 2022 errichtet. Weiter nördlich im Bereich Attilastraße bis etwa Kamenzer Damm entstehen sie bis Ende 2024. Auf gleicher Höhe werden Schallschutzwände zwischen der S-Bahn und der zukünftigen Fernbahn gesetzt, die abschnittsweise bis 2022 beziehungsweise bis 2024 errichtet werden. Mit dem Bau der Fernbahn werden die Schallschutzwände östlich der Gleise im zweiten Halbjahr 2024 fertiggestellt.

Schallschutzwände im Bereich Marienfelde (Foto: DB AG)
Schallschutzwände im Bereich Marienfelde (Foto: DB AG)

Der Abschnitt Lichtenrade reicht etwa vom Bahnhof Schichauweg bis zur Landesgrenze Berlin/Brandenburg. In diesem Abschnitt werden Schallschutzwände durchgehend sowohl westlich, mittig und östlich der S-Bahn- und Fernbahngleise errichtet. Im Bereich der S-Bahn sind sie teilweise schon umgesetzt. Es folgt die Fertigstellung der Wände entlang der Fernbahn im Jahr 2022, und der Abschnitt zwischen der S-Bahn und der Fernbahn wird bis 2024 fertiggestellt.

Der dritte Planfeststellungsabschnitt liegt in Brandenburg, er beginnt an der Landesgrenze und reicht bis zum Bahnhof Blankenfelde. Die Schallschutzwände, die westlich des neu errichteten S-Bahngleises liegen, werden größtenteils im Jahr 2022 umgesetzt. Rund um den Bahnhof Blankenfelde werden die westlichen Schallschutzwände sukzessive bis ins Jahr 2025 folgen. Dies gilt auch für den Bau der Schallschutzwände östlich der Fernbahn: diese werden ebenfalls bis ins Jahr 2025 fertiggestellt.

In allen drei Abschnitten werden die außenliegenden Lärmschutzwände teilweise begrünt. Dafür werden Rankgitter angebracht, die bepflanzt werden. Die Bepflanzung richtet sich auch nach den Platzverhältnissen, und inwiefern die Sichtbarkeit gegeben ist. Grundsätzlich wird nur umgesetzt, was vorab planfestgestellt wurde. Die Farbgestaltung der Schallschutzwände erfolgt in Abstimmung mit den Stadtbezirken und Gemeinden.

Schallschutzwände nördlich der Attilastraße mit Rankgitter (Foto: DB AG)
Schallschutzwände nördlich der Attilastraße mit Rankgitter (Foto: DB AG)

Neben den Schallschutzwänden kommen weitere Maßnahmen zum Einsatz zur Reduzierung von Schall und Erschütterungen.

Weitere Informationen zum Thema Schallschutz finden Sie unter https://www.dresdnerbahn.de/mensch-und-umwelt/schallschutz.

22.03.2022
Baufortschritt in Blankenfelde-Mahlow: Frühjahr 2022

Baufortschritt in Blankenfelde-Mahlow: Frühjahr 2022 (Video: DB Netz AG)
Baufortschritt in Blankenfelde-Mahlow: Frühjahr 2022 (Video: DB Netz AG)
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15.03.2022
Dresdner Bahn 2022/2023: Baufortschritt während der Sperrpausen

Dresdner Bahn 2022/2023: Baufortschritt während der Sperrpausen (Video: DB Netz AG)
Dresdner Bahn 2022/2023: Baufortschritt während der Sperrpausen (Video: DB Netz AG)
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03.03.2022
Der Planfeststellungsabschnitt 2 – Lichtenrade im Herbst 2021/ Frühjahr 2022

Der Planfeststellungsabschnitt 2 – Lichtenrade im Herbst 2021/ Frühjahr 2022 (Video: DB Netz AG)
Der Planfeststellungsabschnitt 2 – Lichtenrade im Herbst 2021/ Frühjahr 2022 (Video: DB Netz AG)
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21.12.2021
Die Baustelle in Lichtenrade im Zeitraffer

Die Baustelle in Lichtenrade im Zeitraffer (Video: DB Netz AG)
Bauarbeiten im Sommer 2021 (Video: DB Netz AG)
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20.12.2021
Umbau des südlichen Berliner Außenrings

Bei der Dresdner Bahn geht’s voran. Neben den Abschnitten auf dem Berliner Gebiet wird auch in Brandenburg am #NeuesNetzFürDeutschland gebaut. In den letzten Monaten am südlichen Berliner Außenring. Wir haben mit Benjamin Döring, Teilprojektleiter, und Dagmar Golde, Projektingenieurin, aus dem Projektteam der Dresdner Bahn gesprochen.

Warum wurde in den letzten Monaten am Berliner Außenring gearbeitet? Welche Bedeutung hat der Umbau im Rahmen des Projektes Dresdner Bahn?

Ein Projektziel der Dresdner Bahn ist die bessere Anbindung des neuen Berliner Flughafens BER an die Hauptstadt. In Zukunft sollen die Züge öfter und schneller die Berliner Innenstadt mit dem Flughafen verbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, war der Umbau des Berliner Außenrings sehr wichtig.

Also ein weiterer Meilenstein für die Dresdner Bahn. Was wurde denn genau umgebaut?

Durch die Verschiebung der beiden Gleise des Berliner Außenrings haben wir Platz gewonnen für die hinzukommenden zwei Gleise der Mahlower Kurve – einer neuen Verbindungskurve, die die schnellste Verbindung vom Berliner Südkreuz zum BER darstellt. Zudem haben wir die alte Stellwerkstechnik durch ein modernes, elektronisches Stellwerk abgelöst. Gleichzeitig konnten wir die sogenannte Weichenplatte erneuern. Eine Weichenplatte umfasst mehrere Weichen, durch die komplexe Fahrtwege ermöglicht werden. So können alle Fahrten in Richtung Schönefeld und Flughafen BER ohne längere Laufwege erreicht werden. Insgesamt bauten wir vier Gleise auf einer Länge von circa einem Kilometer um, neun Weichen wurden erneuert und eine neue Oberleitungsanlage errichtet. Zudem errichteten wir zwei Lärmschutzwände neu.

(Foto: DB Netz AG)
Umbau der Weichenplatte des Berliner Außenrings, Oktober 2021. Blick Richtung Osten, Errichtung eines Elektronischen Stellwerks, Arbeiten an der Oberleitungsanlage sowie Neubau der Lärmschutzwände (Foto: DB Netz AG)
Für diese Bauarbeiten war auch eine Sperrpause auf dem südlichen Berliner Außenring notwendig. Warum?

Genau, das war erforderlich, um den nötigen Platz für die Bauarbeiten zu haben. Der Berliner Außenring hat für die Eisenbahn in der Hauptstadtregion eine enorme Bedeutung, insbesondere im Güterverkehr – diesen Verkehrsfluss können wir nicht lange unterbrechen. So hatten wir nur eine kurze Sperrpause zur Verfügung, um die Hauptbauarbeiten durchzuführen. Für das Projektteam war es eine große Herausforderung, den Bauablauf entsprechen zu planen und die verschiedenen Baufirmen zu koordinieren. Eine weitere Herausforderung war die enormen Erdmassen zu bewegen: pro Tag rund 2000 Tonnen Erde über einen halbseitig im Umbau befindlichen Bahnübergang.

Konnten alle Bauarbeiten rechtzeitig beendet werden?

Dank des Einsatzes des gesamten Teams und der beteiligten Baufirmen hat der Umbau in der Sperrpause gut funktioniert. Der erste Höhepunkt war die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des Elektronischen Stellwerks am 12. November 2021. Der zweite Höhepunkt dann die Wiederinbetriebnahme der Weichenplatte am 11.12.2021. Ein weiterer Meilenstein für die Dresdner Bahn.

Sind die Arbeiten am Außenring nun beendet?

Natürlich waren noch nicht alle Bauarbeiten mit der Sperrpause geschafft. Bis Mitte Dezember 2021 wurden die Oberleitungen, die signaltechnische Ausrüstung und der Kabeltiefbau fertiggestellt. Jetzt ist alles in Betrieb. Die Bauarbeiten an der benachbarten Mahlower Kurve gehen natürlich weiter.

(Foto: DB Netz AG)
Berliner Außenring und Schönefelder Kurve im Dezember 2021 (Foto: DB Netz AG)
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