Berlin Südkreuz–Blankenfelde (Dresdner Bahn)


Ziele und Nutzen

Die Dresdner Bahn soll als zweigleisige, elektrifizierte Fernbahn neben den S-Bahngleisen in Zukunft innerhalb eines transeuropäischen Netzes wieder ihre alte Bedeutung als Verbindung aus Berlin in Richtung Südosten erhalten. Sie spielt aber auch eine wichtige Rolle im Verkehrskonzept „Knoten Berlin“, um den Bahnverkehr im Süden zu entflechten, und sie ist essentiell für die schnelle Anbindung des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) an den Fernbahnverkehr und das Berliner Zentrum.

Welchen Nutzen schafft die Dresdner Bahn für die Region?

In 20 Minuten vom Flughafen BER zum Berliner Hauptbahnhof: Diese Fahrzeit kann nur über die Strecke der Dresdner Bahn erreicht werden. Über alle anderen Strecken, zum Beispiel über die Anhalter Bahn oder den Ostbahnhof, dauert die Fahrt deutlich länger.

Geplant ist ein Flughafen-Shuttle, der im 15-Minuten-Takt zwischen dem Flughafen BER und dem Berliner Hauptbahnhof unterwegs ist. Auf dem Weg liegt der Bahnhof Südkreuz, mit Anbindung an die schnellen Expresszüge in Richtung München und Frankfurt.

Eisenbahntechnische Erschließung des Hauptstadt-Flughafens (Grafik: DB AG)
Eisenbahntechnische Erschließung des Hauptstadt-Flughafens (Grafik: DB AG)

Auch schafft die Dresdner Bahn die Voraussetzungen für eine bessere Anbindung des Regionalverkehrs. Die S-Bahn-Strecke bleibt erhalten und wirdzweigleisig bis Lichtenrade undeingleisig bis Blankenfelde geführt. Sie wird modernisiert und an der Endstation Blankenfelde besser als bisher vernetzt: Der bisherige Haltepunkt der S-Bahn wird nach Süden verschoben. Im Bahnhof Blankenfelde entsteht ein kombinierter Bahnsteig für S- und Regionalbahn. Die Fahrgäste steigen so bequem auf demselben oder einem nahegelegenen Bahnsteig zwischen S- und Regionalbahn umsteigen.

Welche Bedeutung hat die Dresdner Bahn überregional?

Die Dresdner Bahn hat auch große überregionale Bedeutung. Sie bringt Reisende in Richtung Südosten schneller ans Ziel. Die Fahrzeit Berlin – Dresden verkürzt sich, unterstützt durch den Ausbau der weiteren Strecke, um rund eine halbe Stunde – von 125 Minuten auf 92 Minuten. Von der sächsischen Landeshauptstadt geht es weiter in Richtung Südosteuropa: nach Prag, Wien, Budapest. Die gesamte Linie gehört zum europäischen Bahnkorridor 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Hauptkorridore des transeuropäischesn Verkehrsnetzes, braun: Bahnkorridor 7 (Grafik: European Commission)
Hauptkorridore des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V), braun: Bahnkorridor 7 Orient–Ost-Mediterran (Grafik: European Commission)

Die Dresdner Bahn sorgt zudem für eine dringend notwendige Entlastung der Anhalter Bahn im innerstädtischen Bereich.

Als „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“ und Projekt Nr. 1 des Transeuropäischen Netzes wurde in den vergangenen Jahren eine schnelle Schienenverbindung zwischen München und Berlin gebaut. Ende 2017 wurde mit der Inbetriebnahme der Neubaustrecke zwischen Erfurt und dem fränkischen Ebensfeld die letzte Lücke auf dieser Verbindung geschlossen.

Damit sind Berlin und München in rund vier Stunden Fahrzeit verbunden und mehr ICE-Verbindungen werden von Berlin Richtung Frankfurt und München angeboten. In Berlin wird der Verkehr über die Anhalter Bahn rollen.

Sobald die Dresdner Bahn den Verkehr aufnimmt, der Berlin in südöstliche Richtung verlässt, können dauerhaft Pünktlichkeit und Betriebsqualität auf der neuen Nord-Süd-Schnellverbindung gesichert werden.

Zum Seitenanfang